Fahreigenschaften+Grundkonfiguration

Geschwindigkeitskonfiguration:
Hier können Sie die Mindestgeschwindigkeit (Vmin), die mittlere Geschwindigkeit (Vmid), die Maximalgeschwindigkeit (Vmax) und die Referenzspannung einstellen.
Um die Höchstgeschwindigkeit zu konfigurieren, stellen Sie als erstes die Referenzspannung so ein wie das Modell bei äquivalenter Analogspannung die Höchstgeschwindigkeit erreichen würde. Wenn also bei zb. 18 Volt Analogspannung die Höchstgeschwindigkeit des Modells erreicht wäre, stellen sie den Regler "Referenzspannung" auf 18 Volt (im Feld Wert sollte eine Zahl zwischen 175 und 185 zu lesen sein). Da der Motor mittels PWM (PulsweitenModulation) angesteuert wird, bekommt er IMMER die maximale Schienenspannung, nur werden die Impulse so geregelt, dass dem Motor eine "Effektivspannung" von 18 Volt anliegt. Dennoch hat der Motor den maximal möglichen Drehmoment. Er wird also nicht an Kraft verlieren, nur weil die Referenzspannung 18 Volt anstelle von 24 Volt beträgt!
Mit dem Regler "Vmax" können Sie dann die Höchstgeschwindigkeit fein
justieren. Gehen Sie möglichst nicht unter einen Wert von 180!
Sie begrenzen damit lediglich die maximale Fahrstufe und schränken somit den
Regelbereich ein. Besser ist es, die Referenzspannung entsprechend anzupassen.
Mit Vmin, Vmid und Vmax können Sie eine Drei-Punkt-Kennlinie erstellen. Der
Decoder wird diese automatisch glätten!
Somit ist auch eine ziemlich logarithmische Kennlinie möglich - um zb. im
Langsamfahrbereich einen höheren Regelbereich (also mehr Fahrstufen) zu haben,
als im Schnellfahrbereich.
Der Wert 1 bei Vmid ist gleichbedeutend mit ca 1/3 des Wertes aus Vmax - wäre
also Vmax 252, hätte Vmid den Wert 84.
Verzögerungszeiten:
Hier werden die Verzögerungszeiten für die Beschleunigung und das Bremsen in
0,9 Sekundenschritten angegeben.
D.h. also, dass zb bei 12 Sekunden innerhalb dieser Zeit das Modell von Vmax
auf Stillstand abgebremst, bzw. von Stillstand auf Vmax beschleunigt wird.
Mit den Reglern für das Adaptive Brems- u. Beschleunigen können die Übergänge
von Fahrstufe zu Fahrstufe eingestellt werden.
Je kleiner der Wert, desto weicher der Übergang. 0 = keine Wirkung, 1 = größte
Wirkung, 9 = geringe Wirkung.
Damit kann ein Modell extrem weich Anfahren und Bremsen - der Weg verlängert
sich dadurch ebenfalls!
Anhalten ABC:
Hier kann ausgewählt werden, wie der Decoder auf einen "ABC" Gleisabschnitt
reagieren soll.
ABC ist ein eingetragenes Warenzeichen der Firma LENZ - siehe dazu auch:
->
http://www.digital-bahn.de/info_kompo/bremssysteme.htm
Lastregelung:
Diese Einstellungen sind bedingt ohne Testlauf voreinstellbar - eine
Feinkonfiguration muss also im Betrieb gemacht werden!
Es kann definiert werden ab welcher Fahrstufe die Lastregelung reduziert werden
soll.
Oft wird im Langsamfahrbereich (Rangieren und Anfahren) eine hohe Lastregelung
gewünscht, die dann bei normaler Fahrt abnimmt - Grund ist of ein
"Gegenarbeiten" der Regelung mehrerer Fahrzeuge im Verbundbetrieb.
Sinnvoll sind Grenzwerte in CV10 der (internen 1-255) Fahrstufen bis maximal 30.
Wobei der reduzierte Wert unter dem Wert für die Regelung im Langsamfahrbereich
liegen muss. Der Wert 0 in CV113 entspricht dem Wert der Ausregelung aus CV58 -
es erfolgt dann also keine Reduzierung. Als vernünftige Reduktion haben sich
Werte um 180 erwiesen.
Dies muss aber je nach Fahrzeug, Motor und Getriebe letztendlich experimentell
herausgefunden werden.
CV112 Motoransteuerung / Pulskette / Quittierungspulse:
Hier wird eingestellt, ob der Decoder auf die LGB-Pulskette reagieren soll,
ob Zugnummernpulse (nur relevant in einem ZIMO-System mit Gleisabschnittsmodulen
MX9) generiert werden soll, ob "Hochstromquittierungspulse" (für einige
Digitalsysteme zur Quittierung von Befehlen nötig), erzeugt werde sollen und ob
die Motoransteuerungsfrequenz mit 20KHz, oder 40KHz erfolgen soll.
Weitere Einstellungen zur Motoransteuerungsfrequenz u.ä. wie Lastregelung etc.
sind sinnvoll nur im Betreib mittels POM (Programmierung am Hauptgleis)
durchführbar - daher nimmt dieses Tool darauf keine Rücksicht!
Zeitbeschränkung des Weiterfahrens ohne Digitalsignal
Wird ein Decoder mit einem Strompuffer (zb. Elko) gepuffert, kann hier die maximale Zeit eingestellt werden, die die Lok ohne Digitalsignal fahren soll.